Bei unseren Nachbarn in den Niederlanden ist der wichtigste Führer neben dem Michelin ein Führer im Zeitschriftenformat mit dem Titel „Lekker“. Anders als bei fast allen Restaurantführern produziert er für die ersten 100 Plätze ein eigenes Ranking. Die Beschreibung der insgesamt 500 besten Restaurants ist unterschiedlich lang und – sagen wir: nicht besonders analytisch, selten kritisch und kulinarisch eher von begrenzter Aussagefähigkeit. Man zählt meist die Elemente von Gerichten auf, bleibt in der stilistischen und qualitativen Einordnung der Restaurants aber meist unklar. Dafür wird gerne auch über den zum Essen getrunkene Wein berichtet. In der Sicht von „Lekker“ wird in den Niederlanden ganz hervorragend gekocht. Die Tendenz zu einer Art niederländischem Mainstream und der Mangel an wirklich kreativen Küchen wird üblicherweise nicht thematisiert.
Gault&Millau 2018:
Freude bei den Altmeistern, Katzenjammer bei den Jungen. Im neuen Verlag wird der ehemals progressive Führer noch konservativer Die Pressemeldung vom ZS-Verlag mit den neuen Gault-Millau-Daten ist mit Vorsicht zu genießen. So lange man noch nicht das Vorwort des Führers und die detaillierten Zahlen auch der Absteiger hat, können die Meldungen über Aufsteiger und besonders … Weiterlesen